Unterschied zwischen Laktoseintoleranz (LI) und Milcheiweissallergie (MEA)
Zum Unterschied zwischen Laktoseintoleranz (LI) und Milcheiweissallergie (MEA):
- LI: Hier fehlt dem Körper das Lactase Enzym welches die Lactose (Milchzucker) in die einzelnen Bestandteile zersetzt Weitere Infos auf Wiki
- MEA: Hier ist es eine Allergie. Der Körper kann das tierische Eiweiss nicht korrekt zersetzen. Im Gegensatz zur LI kann keine Enzymtablette genommen werden, welche diese Beschwerden verhindert. Einzig der Verzicht auf das Eiweiss hilft, beschwerdefrei zu leben. Wenige Infos bei Wiki
Milcheiweiss besteht aus verschiedenen Fraktionen. Die Allergene liegen als ein Komplex aus 5 Einzelantigenen vor (die Milchproteine a-Lactalbumin, b-Lactoglobulin, Casein, Lipoproteine und Albumosen-Peptongemische), und besitzen unterschiedliche physikalische Eigenschaften (Hitzestabilität, Denaturierbarkeit). Vereinfacht ausgedrückt kann man das Milcheiweiss in das schwerlösliche und hitzestabile Casein und das leichtlösliche, hitzeempfindliche Molkeneiweiss (Albumine und Globuline) einteilen.
Das gesamte Milcheiweiss ist in der Trinkmilch, Buttermilch, Sauermilch, Joghurt und Kefir enthalten, wohingegen Quark oder Käse fast nur Casein enthalten. Während der Käseherstellung wird das Casein zum Gerinnen gebracht, das Molkeneiweiss verbleibt in der Molke und wird abgetrennt.
Molkeneiweiss
Das Molkeneiweiss ist kuhmilchspezifisch, d.h. eine allergische Reaktion auf Molkeneiweiss ist auf Kuhmilch begrenzt. Der Allergiker hat daher die Möglichkeit, auf Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch auszuweichen.
Casein-Allergie
Casein ist nicht tierartspezifisch. Wenn also eine Allergie gegen Casein vorliegt, müssen alle Milcharten vermieden werden.
Das a-Lactalbumin ist bei den meisten Milchallergien als Antigen beteiligt. Da es hitzelabil ist, muss der Genuss von abgekochter Milch aus diesem Grund bei einer isolierten a-Lactalbumin – Sensibilisierung keine Symptome hervorrufen, während bei einer Casein-Allergie rohe und gekochte Milch Beschwerden verursacht.
Gelegentlich wird Rohmilch vertragen, während erhitzte Milch allergische Symptome verursacht. Als Allergene wirken hier Melanoidine, die durch Erhitzen aus Zuckern und Aminosäuren entstehen. Sterilmillch und ultrahocherhitze Milch enthalten mehr Melanoidine als pasteurisierte Milch. Bei Milchallergie sollten nicht nur Milch und Milchprodukte gemieden werden, sondern alle Nahrungsmittel, in denen sie enthalten sind.
Kennzeichnung von Milcheiweiss
Mit der neuen EU – Richtlinie 2007/68/EG wird die Allergenkennzeichnung verbessert. Danach müssen alle verpackten Lebensmittel, die Milch und -erzeugnisse enthalten, gekennzeichnet werden. Jedoch ist bei unverpackten Lebensmitteln weiterhin Vorsicht geboten – z. B sollte man die Zutaten von Backwaren, die beim Bäcker gekauft werden, erfragen.
Quelle: http://www.ernaehrung.de/tipps/nahrungsmittelallergien/allergie13.php